2019-06-05T09:19:59+02:00

Häufig werde ich gefragt:
„Wie sind Sie eigentlich zum Schreiben gekommen?“

Nun, abgesehen von den Tagebüchern, die ich seit meinem 8. Lebensjahr schreibe, Reiseberichten und Drehbüchern für Schüler-Videofilme fing ich mit dem Schreiben erst im Jahr 2000 an, nachdem ich in den vorzeitigen Ruhestand gegangen bin. Freunde hatten mir immer gesagt, dass das, was ich vom Leben meiner Eltern und dem „Danach“ erzählte, einen Roman wert sei. Jetzt hatte ich Zeit mir darüber Gedanken zu machen.
Kaum war die Einstiegsseite zu Papier gebracht, ließ mich das Schreiben nicht mehr los. Es war wie eine Sucht. Ich recherchierte in Bibliotheken um mich in die damalige Zeit (1937 – 1949) hinein versetzen zu können und ich befragte ältere Verwandte. Monatelang schrieb ich. Nachts hatte ich oft die besten Einfälle, deshalb lagen ständig Stift und Papier neben meinem Bett.Sobald das Manuskript des ersten Buches fertig und zig Mal überarbeitet war, stellte ich – auf der Suche nach einem Verlag – eine Probeseite ins Internet, und zwar genau die Seite, die die Geschehnisse der Pogromnacht in Leipzig beschrieben, so wie meine Mutter es zu Lebzeiten immer erzählt hatte.

Nach längerer Zeit erhielt ich plötzlich eine Email aus Los Angeles von einem Herrn Bamberger. Er fragte, woher ich die interessante Information über sein Elternhaus Bamberger & Hertz hätte, das in jener Nacht in Flammen aufging. Um es kurz zu machen: Henry Bamberger war der einzige Überlebende seiner Familie, die nach jener grausamen Nacht in Auschwitz umgebracht wurde. Er kam mit dem Leben davon, weil er damals in einem Internat in der Schweiz untergebracht war. In Los Angeles war er Mitglied im Vorsitz der Lion Feuchtwanger Stiftung, der Villa Aurora. So kam es, dass ich im Jahr 2004 meine 1. Lesung in jener traumhaften Villa hielt, in der auch jährlich die Oskarverleihung stattfindet. Über Herrn Bamberger fand ich in Leipzig meinen Verlag, eigentlich einen Fach- und Sachbuchverlag, der für mich und meine Belletristik extra den Vias Verlag gründete. Es blieb nicht bei dem ersten Buch. Der Themenkomplex war so faszinierend, dass daraus eine Trilogie entstand, nach deren Fertigstellung ich in die Landesschau des SWR 3 zu einem Interview eingeladen wurde.

Weitere Romane folgten (siehe Veröffentlichungen)

„Die Erfahrung besteht nicht aus dem, was man erlebt hat, sondern aus dem, was man reflektiert hat.“

– JOSÉ MARIA DE PEREDA (1833 – 1906)

VITA

Lebenslauf

Sylvia Smuda, geboren in Bad Kösen, Kreis Naumburg, studierte zunächst Englisch und Kunst für das Lehramt, später dann Psychologie in Tübingen. Bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete sie als Lehrerin.

Seit dem Jahr 2005 sind 12 Romane erschienen, mehrere Beiträge wurden in Anthologien abgedruckt, viele Kurzgeschichten veröffentlicht.

Ihre Trilogie „Bergweg“, „Wilde Wege“ und „Souvenir Francais“ mit teilweise (auto-) biografischem Charakter wurden inzwischen mehrfach aufgelegt.

Ihre Romane kreisen häufig um das Thema Identitätssuche.

Curriculum vitae

Sylvia Smuda was born in Bad Kösen, district of Naumburg. At nine years of age she fled with her mother from the GDR. She studied English literature and Art and obtained a teaching position. After the death of her mother she discovered her diaries. The explosive contents of these fragments stimulated her to intensely research the Nazi era and out of this travail the novel “Bergweg” (“The Way up the Hill”) originated.
The trilogy „Bergweg“, „Wilde Wege“ and „Souvenir Francais“ have been edited several times so far.

12 novels have been published since 2005, several texts were printed in anthologies, many short stories were released.

Her novels often circle round the subject search of identity.

Curriculum vitae

Sylvia Smuda, nacida en Bad Kösen, ciudad del estado federado de Saxonia Anhalt, empecé de estudiar  inglés y arte para el magisterio, más tarde pasé a estudiar psicología en Tübingen.

Antes de dedicarse totalmente a la literatura trabajaba como maestra. Desde 2005 han sido publicadas doce novelas, varios textos en antalogías y muchos cuentos cortos.

Sylvia Smuda recibío muchos premios.  En 2004 el premio literario Sangerhausen, en 2003 y 2005 el concurso de escribir Böblingen.

Su trilogía „Bergweg“, „Wilde Wege“ y „Souvenir Francais“ con carácter (auto) biográfico ha sido editada entretanto tres veces.

Sus novelas suelen tartar frecuentemente sobre la búsqueda de identidad.

VERÖFFENTLICHUNGEN

LESUNGEN

LESUNG IN LÖRRACH

19. Mai, 2019|

Am 3. Juli 2019 findet in Lörrach Brombach eine Lesung im Rahmen von „Buch und Kaffee“ statt.

Ort: Bibliothek Brombach, Ringstr. 2

Uhrzeit: 9.30

Lesung aus meinem neuen Roman „Ritas Weg“.

Dazu gibt es Kaffee und Kuchen.

SÄMTLICHE WERKE

24. Januar, 2018|

Sie können jederzeit einen Termin mit mir ausmachen.

Kurze Email genügt.

PRESSE

SYLVIA SMUDA IN WEIL AM RHEIN

5. Juni, 2019|

Porträt der Autorin Sylvia Smuda, die seit November 2018 in Weil am Rhein lebt. Soeben ist ihr neuer Roman „Ritas Weg“ erschienen.

›Weiler Zeitung 29.3.2019

 

WENN SCHÜLER PROBLEME IN DEN UNTERRICHT TRAGEN

13. August, 2015|

Die Autorin Sylvia Smuda erzählt in ihrem neuen Buch vom Lehreralltag und dem Umgang mit den Schülern

›Marbacher Zeitung 13.8.2015

SYLVIA SMUDA BEI STERNMUT LITERATUR-BUNT

5. Februar, 2015|

Sie liest aus „Die Nacht im Stau“

›zum Video

DIE IDENTITÄTSSUCHE STEHT IM FOKUS

6. September, 2014|

Die Autorin Sylvia Smuda hat im Juli ein neues Buch auf den Markt gebracht. Es heißt „Die Nacht im Stau“.

›Marbacher Zeitung. Zum Artikel.

DIE GEDANKEN EINES ABFALLPRODUKTS

10. Oktober, 2007|

„Der Sohn aus der Kälte“: Haslacherin Sylvia Smuda schreibt Roman über künstliche Befruchtung

›Herrenberger Gäubote. Rezension

INTERVIEW BEIM SWR

20. März, 2006|

Vorstellung der Romane:
Bergweg, Wilde Wege, Souvenir Francais

›zum Video

AUSZEICHNUNGEN

Böblinger Schreibwettbewerb

Mehrmals erhielt Sylvia Smuda einen Preis für ihre Kurzgeschichten im Böblinger Schreibwettbewerb. (Letztmals 2018)

Preis 2006

Mit der Kurzgeschichte „Feuchte Erde“ erhielt Sylvia Smuda einen Preis im Jahr 2006 beim Thema „Unter Welten“. Der Preis beinhaltete unter anderem eine Lesung an der Humboldtuniversität in Berlin.

Bahn Nummer 5

„Fünf“ war der Titel eines Schreibwettbewerbs, der im Jahr 2005 ausgeschrieben war. Die Jury wählte Sylvia Smudas Text mit dem Titel „Bahn  Nummer fünf“  zur Veröffentlichung aus.

Literaturpreis Sangerhausen

Im Jahr 2004 erhielt Sylvia Smuda einen Literaturpreis der Stadt Sangerhausen für ihr Gedicht: „Leben“

„unermüdlich jagst du dem glück hinterher suchst das neue bessere zielstrebig gehst du deinen weg unaufhaltsam nur du bald merkst du die Einsamkeit schon sprichst du mit dir luft braucht der mensch zum leben doch ohne ansprache und nähe fehlt der sinn“

– SYLVIA SMUDA „LEBEN„ (2004)

BLOG

DAS CORONAVIURUS 9.TEIL

9. April, 2020|

Wie viele Menschen werden in Deutschland an Covid-19 sterben? Sind es 20 000 wie bei einer normalen Grippe? Oder gar 100 000, wie manche Medien behaupten?

Weltweit sterben jedes Jahr zwischen 290 000 bis 650 000 Menschen an einer normalen Grippe. Das sind Zahlen, die man sich normalerweise gar nicht bewusst macht.

Bis heute sind 80 000 Menschen weltweit am Coronavirus gestorben. Eine trügerisch kleine Zahl, denn der Höhepunkt der Infektionen liegt noch vor uns. Dieses neuartige Virus gibt es erst seit etwa 3 Monaten. Ein bis zwei Jahre, bis etwa 60% der Bevölkerung infiziert sind, haben wir noch vor uns. Das sind weitere zwanzig Monate. Erst dann wird man wissen, wie schlimm diese Krankheit gewütet hat.

DAS CORONAVIRUS 8.TEIL

8. April, 2020|

Ein Tiger hat sich angesteckt! Unglaublich, aber wahr.

Die Tigerdame Nadja, die im Zoo von New York lebt, hat sich vermutlich bei einem Pfleger angesteckt, der zu dem Zeitpunkt der Pflege noch nicht wusste, dass er infiziert war. Nun hustet der Tiger und hat keinen Appetit. Ein Test hat sich als positiv erwiesen.

Das Ganze erstaunt mich sehr, denn bisher hieß es, Katzen und Hunde könnten das Virus nicht bekommen. Siehe auch meinen Beitrag vom 3.4.

Nun wird bekannt, dass es doch Fälle gibt, wo der Mensch ein Tier angesteckt hat: Zwei Hunde in Hongkong und eine Katze in Belgien wurden positiv auf das Virus getestet. Wenn das jetzt allgemein bekannt wird, befürchte ich, dass viele Tiere ausgesetzt werden, obwohl man ja noch nicht weiß, ob die Ansteckung auch andersherum funktioniert: Kann ein Tier einen Menschen anstecken?

DAS CORONAVIRUS 7.TEIL

7. April, 2020|

Ab heute gilt eine massive Freiheitsbeschränkung für Heimbewohner. Mir tun die armen Menschen  leid. Nicht nur, dass sie schon seit Wochen keinen Besuch mehr bekommen dürfen, nun untersagt man ihnen auch noch das Heim zu verlassen. Keine Bewegung an der frischen Luft, keine Sonnenstrahlen, kein Vogelgezwitscher. Diese alten, oft vereinsamten Menschen, deren Lebenszeit ohnehin begrenzt ist, müssen von nun an in völliger Isolation leben. Wie trostlos ist denn das.

Zunächst soll diese Beschränkung bis zum 19. April gelten, aber ich bin mir ganz sicher, dass die Regelung vermutlich bis Ende April verlängert wird. Immer wieder habe ich gelesen, dass Lockerungen nach und nach durchgeführt werden sollen. Die Alten sind die letzten, denen man ihre Freiheit wieder zugesteht.

DAS CORONAVIRUS 6. TEIL

6. April, 2020|

Die Leute werden ungeduldig. Da sind einerseits die Menschen, die zuhause eingesperrt sind. Bei einer befreundeten Familie mit drei kleinen Kindern hat nur die Mutter das Haus ab und zu für Einkäufe verlassen. Ansonsten sitzen die Eltern mit den drei Kleinen seit nun schon drei Wochen auf engem Raum zusammen. Das zerrt gewaltig an den Nerven. Die Kinder wollen nach draußen, sie wollen ununterbrochen beschäftigt werden. Das geht nicht, denn beide Eltern müssen Home Office machen. Normalerweise werden die Kinder in einer Kita bzw. von einer Nanny betreut. Aber das funktioniert alles zurzeit nicht. Alle fünf hoffen, dass die Beschränkungen bald aufgehoben werden.

Und dann ist da die Wirtschaft. Wie lange darf man die noch lahm legen? Wie tief wird die Verschuldung des Staates sinken? Fachleute sprechen von einer astronomischen Summe: 1,2 Billionen Euro wird uns die Krise kosten. Mit jedem Tag, an dem die Geschäfte und Firmen länger geschlossen sind, steigt die Summe.

Uns alle drängt die Frage: Wie lange müssen wir den Jetzt-Zustand noch aushalten? Die Antwort lautet: Erst wenn die Verdopplungszeit bei 14 liegt, erst dann will die Regierung die Beschränkung lockern. Die Versopplungszeit beschreibt, wie viele Tage vergehen, bevor sich die Coronafälle verdoppelt haben. Je kürzer die Zeit, umso schneller breitet sich das Virus aus.  Für mich interessant ist, dass in einer Sendung vom MDR am 3.4. genau diese Verdopplungszahl genannt wurde: „Mittlerweile sind wir sogar bei einer Verdopplungszeit von 14 Tagen.“

Seltsam, warum werden dann die Beschränkungen nicht gelockert? Gut, noch sind nicht alle Bundesländer gleich weit: In Baden-Württemberg liegt die Zeit bei 12,2, in Bayern bei 9 Tagen. Aber spätestens nach Ostern sollten die momentanen Regelungen gelockert werden.

DAS CORONAVIRUS 5.TEIL

5. April, 2020|

Heute ist Sonntag und ein Prachtswetter. Ein Bekannter meinte vorhin am Telefon, es sei ideal zum Grillen. Ja, denke ich, aber zu zweit.

Bin ja mal gespannt, wie die Leute sich heute an die Vorgaben halten. Nachher machen wir einen großen Spaziergang durch die Schrebergärten – da wird man es ja sehen können.

Beim letzten Skypen mit meinen Enkeln hatte ich vorgeschlagen, wir könnten eine Schnitzeljagd machen. Da wären wir draußen und es bestünde keine Gefahr für eine Ansteckung. Vorhin rief meine Schwiegertochter an. Das mit der Schnitzeljagd sei keine gute Idee, da seien wir ja dann mehr Leute als nur zwei. Stimmt.

Stattdessen hat sie mich eingeladen, am kommenden Ostersonntag zu ihnen zu kommen. Kaffeetrinken im Garten mit zwei Meter Abstand – das sei drin. Ich war überglücklich. Endlich sehe ich die zwei Mädels mal wieder.

DAS CORONAVIRUS 2.TEIL

2. April, 2020|

Witzig war gestern die Situation, als ich im Hausflur auf zwei Mitbewohnerinnen traf. Ich kam gerade die Kellertreppe nach oben, als meine über mir wohnende Nachbarin die Treppe nach unten gehen wollte. Kurzes Stutzen: was machen wir jetzt? Jegliche Enge soll ja vermieden werden. Spontan ging sie fünf Schritte im Flur zurück und ich stieg die letzten Stufen hoch. So standen wir mit drei Meter Abstand und unterhielten uns. Auf einmal kam die Bewohnerin aus der Wohnung direkt neben uns heraus. Sie wollte nach unten in die Tiefgarage gehen. Was nun? Meine über mir wohnende Nachbarin drückte sich an die Wand, ich flitzte in eine Ecke, die dritte Nachbarin quetschte sich an uns vorbei.

„Geht es Ihnen noch gut?“, rief sie uns zu.

„Ja.“

„Ja.“

„Bleiben Sie gesund,“ rief sie beim Davonlaufen.

Das Ganze ist ja so was von unnormal.

Täglich drehen sich die ersten zehn Minuten jeder Nachrichtensendung um das Coronavirus. Alles andere scheint wie ausgeblendet. Was interessieren uns noch die Flüchtlinge? Die Krise im Iran/Irak? Der Ferne Osten überhaupt? Die Erderwärmung? Höchstens die Turbulenzen an der Börse sind noch von Bedeutung, denn das spiegelt den Zustand unserer Wirtschaft und damit unser aller Lebensqualität wider.

Im Augenblick hat das Coronavirus die Welt fest im Griff. Wir leben im Vergleich zu vor einem Monat in einer völlig veränderten Welt. Wenn ich alleine an meinen ersten Eintrag vom 20.3. denke. Das ist jetzt gerade mal zwei Wochen her. Da hat mich die Zahl von 18 000 Infizierten schockiert. Inzwischen steuern wird auf eine Million zu!

DAS CORONAVIRUS 1.TEIL

31. März, 2020|

Vor 10 Tagen habe ich begonnen ein Coronatagebuch zu schreiben. Darin steht, wie sich die Pandemie von Tag zu Tag entwickelt und welche Situationen ich selbst erlebe oder von anderen höre. Dieses Tagebuch wird nach 100 Tagen als Ebook bei amazon erscheinen. Damit ihr nicht so lange warten müsst, werde ich von jetzt an täglich Auszüge aus dem Buch veröffentlichen.

31.3.2020: Ich bin gerade richtig stolz. Habe mir nach einer Anleitung aus dem Internet eine Maske genäht, nach einer Vorlage von BURDA. Außen habe ich eine alte Serviette verwendet, innen ist ein zerschnittener Staubsaugerbeutel. Das ist laut einer Studie das zweitbeste nach den üblichen OP Masken. Weil ich so zufrieden mit dem Ergebnis war, habe ich gleich ein Foto an einige Freunde geschickt. Das Ergebnis war, dass mich die Frau aus unserem Haus, die über uns wohnt, gebeten hat, ich möge ihr doch BITTE auch so eine Maske nähen. Das habe ich gerade abgeschlossen. Hier mal ein Foto:


„RITAS WEG“ JETZT AUCH ALS BUCH ERHÄLTLICH

23. März, 2019|

Mein neuer Roman „Ritas Weg“ ist erschienen!

Bestellung jederzeit möglich unter „Kontakt“

Preis: 16,00 Euro plus 1 Euro Versand

oder im Buchhandel:

ISBN 0013966324

SYLVIA SMUDA BEI MARJORIE-WIKI

29. November, 2017|

Bin bei Marjorie-Wiki, der Vorstufe zu Wikipedia, als Schriftstellerin aufgenommen. Wurde auch Zeit.

Sylvia Smuda bei Marjorie-Wiki