2020-05-26T00:22:24+02:00

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LEIPZIGER BUCHMESSE

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INTERVIEW SWR

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LESUNG LOS ANGELES

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LESUNG IN BAD FÜSSING

Häufig werde ich gefragt:
„Wie sind Sie eigentlich zum Schreiben gekommen?“

Nun, abgesehen von den Tagebüchern, die ich seit meinem 8. Lebensjahr schreibe, Reiseberichten und Drehbüchern für Schüler-Videofilme fing ich mit dem Schreiben erst im Jahr 2000 an, nachdem ich in den vorzeitigen Ruhestand gegangen bin. Freunde hatten mir immer gesagt, dass das, was ich vom Leben meiner Eltern und dem „Danach“ erzählte, einen Roman wert sei. Jetzt hatte ich Zeit mir darüber Gedanken zu machen.
Kaum war die Einstiegsseite zu Papier gebracht, ließ mich das Schreiben nicht mehr los. Es war wie eine Sucht. Ich recherchierte in Bibliotheken um mich in die damalige Zeit (1937 – 1949) hinein versetzen zu können und ich befragte ältere Verwandte. Monatelang schrieb ich. Nachts hatte ich oft die besten Einfälle, deshalb lagen ständig Stift und Papier neben meinem Bett.Sobald das Manuskript des ersten Buches fertig und zig Mal überarbeitet war, stellte ich – auf der Suche nach einem Verlag – eine Probeseite ins Internet, und zwar genau die Seite, die die Geschehnisse der Pogromnacht in Leipzig beschrieben, so wie meine Mutter es zu Lebzeiten immer erzählt hatte.

Nach längerer Zeit erhielt ich plötzlich eine Email aus Los Angeles von einem Herrn Bamberger. Er fragte, woher ich die interessante Information über sein Elternhaus Bamberger & Hertz hätte, das in jener Nacht in Flammen aufging. Um es kurz zu machen: Henry Bamberger war der einzige Überlebende seiner Familie, die nach jener grausamen Nacht in Auschwitz umgebracht wurde. Er kam mit dem Leben davon, weil er damals in einem Internat in der Schweiz untergebracht war. In Los Angeles war er Mitglied im Vorsitz der Lion Feuchtwanger Stiftung, der Villa Aurora. So kam es, dass ich im Jahr 2004 meine 1. Lesung in jener traumhaften Villa hielt, in der auch jährlich die Oskarverleihung stattfindet. Über Herrn Bamberger fand ich in Leipzig meinen Verlag, eigentlich einen Fach- und Sachbuchverlag, der für mich und meine Belletristik extra den Vias Verlag gründete. Es blieb nicht bei dem ersten Buch. Der Themenkomplex war so faszinierend, dass daraus eine Trilogie entstand, nach deren Fertigstellung ich in die Landesschau des SWR 3 zu einem Interview eingeladen wurde.

Weitere Romane folgten (siehe Veröffentlichungen)

„Die Erfahrung besteht nicht aus dem, was man erlebt hat, sondern aus dem, was man reflektiert hat.“

– JOSÉ MARIA DE PEREDA (1833 – 1906)

VITA

Lebenslauf

Sylvia Smuda, geboren in Bad Kösen, Kreis Naumburg, studierte zunächst Englisch und Kunst für das Lehramt, später dann Psychologie in Tübingen. Bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete sie als Lehrerin.

Seit dem Jahr 2005 sind 12 Romane erschienen, mehrere Beiträge wurden in Anthologien abgedruckt, viele Kurzgeschichten veröffentlicht.

Ihre Trilogie „Bergweg“, „Wilde Wege“ und „Souvenir Francais“ mit teilweise (auto-) biografischem Charakter wurden inzwischen mehrfach aufgelegt.

Ihre Romane kreisen häufig um das Thema Identitätssuche.

Curriculum vitae

Sylvia Smuda was born in Bad Kösen, district of Naumburg. At nine years of age she fled with her mother from the GDR. She studied English literature and Art and obtained a teaching position. After the death of her mother she discovered her diaries. The explosive contents of these fragments stimulated her to intensely research the Nazi era and out of this travail the novel “Bergweg” (“The Way up the Hill”) originated.
The trilogy „Bergweg“, „Wilde Wege“ and „Souvenir Francais“ have been edited several times so far.

12 novels have been published since 2005, several texts were printed in anthologies, many short stories were released.

Her novels often circle round the subject search of identity.

Curriculum vitae

Sylvia Smuda, nacida en Bad Kösen, ciudad del estado federado de Saxonia Anhalt, empecé de estudiar  inglés y arte para el magisterio, más tarde pasé a estudiar psicología en Tübingen.

Antes de dedicarse totalmente a la literatura trabajaba como maestra. Desde 2005 han sido publicadas doce novelas, varios textos en antalogías y muchos cuentos cortos.

Sylvia Smuda recibío muchos premios.  En 2004 el premio literario Sangerhausen, en 2003 y 2005 el concurso de escribir Böblingen.

Su trilogía „Bergweg“, „Wilde Wege“ y „Souvenir Francais“ con carácter (auto) biográfico ha sido editada entretanto tres veces.

Sus novelas suelen tartar frecuentemente sobre la búsqueda de identidad.

VERÖFFENTLICHUNGEN

LESUNGEN

LESUNG IN LÖRRACH

19. Mai, 2019|

Am 3. Juli 2019 findet in Lörrach Brombach eine Lesung im Rahmen von „Buch und Kaffee“ statt.

Ort: Bibliothek Brombach, Ringstr. 2

Uhrzeit: 9.30

Lesung aus meinem neuen Roman „Ritas Weg“.

Dazu gibt es Kaffee und Kuchen.

SÄMTLICHE WERKE

24. Januar, 2018|

Sie können jederzeit einen Termin mit mir ausmachen.

Kurze Email genügt.

PRESSE

SYLVIA SMUDA IN WEIL AM RHEIN

5. Juni, 2019|

Porträt der Autorin Sylvia Smuda, die seit November 2018 in Weil am Rhein lebt. Soeben ist ihr neuer Roman „Ritas Weg“ erschienen.

›Weiler Zeitung 29.3.2019

WENN SCHÜLER PROBLEME IN DEN UNTERRICHT TRAGEN

13. August, 2015|

Die Autorin Sylvia Smuda erzählt in ihrem neuen Buch vom Lehreralltag und dem Umgang mit den Schülern

›Marbacher Zeitung 13.8.2015

SYLVIA SMUDA BEI STERNMUT LITERATUR-BUNT

5. Februar, 2015|

Sie liest aus „Die Nacht im Stau“

›zum Video

DIE IDENTITÄTSSUCHE STEHT IM FOKUS

6. September, 2014|

Die Autorin Sylvia Smuda hat im Juli ein neues Buch auf den Markt gebracht. Es heißt „Die Nacht im Stau“.

›Marbacher Zeitung. Zum Artikel.

DIE GEDANKEN EINES ABFALLPRODUKTS

10. Oktober, 2007|

„Der Sohn aus der Kälte“: Haslacherin Sylvia Smuda schreibt Roman über künstliche Befruchtung

›Herrenberger Gäubote. Rezension

INTERVIEW BEIM SWR

20. März, 2006|

Vorstellung der Romane:
Bergweg, Wilde Wege, Souvenir Francais

›zum Video

AUSZEICHNUNGEN

Böblinger Schreibwettbewerb

Mehrmals erhielt Sylvia Smuda einen Preis für ihre Kurzgeschichten im Böblinger Schreibwettbewerb. (Letztmals 2018)

Preis 2006

Mit der Kurzgeschichte „Feuchte Erde“ erhielt Sylvia Smuda einen Preis im Jahr 2006 beim Thema „Unter Welten“. Der Preis beinhaltete unter anderem eine Lesung an der Humboldtuniversität in Berlin.

Bahn Nummer 5

„Fünf“ war der Titel eines Schreibwettbewerbs, der im Jahr 2005 ausgeschrieben war. Die Jury wählte Sylvia Smudas Text mit dem Titel „Bahn  Nummer fünf“  zur Veröffentlichung aus.

Literaturpreis Sangerhausen

Im Jahr 2004 erhielt Sylvia Smuda einen Literaturpreis der Stadt Sangerhausen für ihr Gedicht: „Leben“

„unermüdlich jagst du dem glück hinterher suchst das neue bessere zielstrebig gehst du deinen weg unaufhaltsam nur du bald merkst du die Einsamkeit schon sprichst du mit dir luft braucht der mensch zum leben doch ohne ansprache und nähe fehlt der sinn“

– SYLVIA SMUDA „LEBEN„ (2004)

BLOG

CORONA TAGEBUCH

21. Mai, 2021|

Zwei Wochen sind wir jetzt schon im Süden. Es ist ein herrliches Gefühl: Die Bars und Restaurants sind geöffnet. In den Innenräumen dürfen zwar nur 50 Prozent bewirtet werden, außen immerhin 75. Doch das Herrliche ist: Man kann bei Sonnenschein im Freien sitzen und einen Kaffee oder ein paar Tapas genießen. Nach Wochen und Monaten erleben wir endlich wieder das Gefühl von Freiheit. Wie extrem müssen das die Spanien empfinden, die sechs Moante (!) im Alarmzustand verbracht haben: Alles war geschlossen, man durfte die Wohnung nur für kurze Zeit verlassen. Entsprechend gab es hier im Ort wie auch in Barcelona und Madrid ausgelassene Freudenfeiern bis mitten in die Nacht. Demnächst geht es nach Hause zurück. Auch dort sollen die Restaurants wieder geöffnet werden. Fast könnte man meinen, dass wir das Schlimmste geschafft haben.

Corona Tagebuch

6. Mai, 2021|

Gestern haben wir uns nach Spanien auf den Weg gemacht um unsere dortige Ferienwohnung zu verkaufen. Was hatten wir alles vorbereitet: PCR Test, Selbstauskunft für Frankreich, offizielles Dokument der Immobilienagentur…Doch weder an der Grenze zu Frankreich noch an der zu Spanien standen Grenzer. Alles verlief überraschend ruhig. Hier in Sagunto sind wir von der Disziplin der Spanier überrascht. Selbst auf den Straßen und am Strand tragen die Menschen Masken und achten auf gebührenden Abstand. Das Gebiet um Valencia hat den besten Inzidenzwert von ganz Spanien: beneidenswerte 30. Doch die Nachbarin erzählte vorhin Schlimmes: In Valencia gab es die ersten zwei Fälle der indischen Variante. Die Politik hängt es nicht an die große Glocke, denn ab demnächst sollen die Touristen wieder kommen dürfen!!

CORONA TAGEBUCH 109. TAG

21. April, 2021|

Die Corona-Krise zermürbt – weniger meinen Mann und mich, als viele andere. Virologen und Politiker rangeln zäh hin um her um den richtigen Weg zu finden. Die Krise hat Vieles aufgedeckt:
Deutschland hinkt bei der Digitalisierung hinterher (Stichwort Schulen), unsere Bürokratie bremst (Stichwort Impfung), Europa ist uneins, bei den 16 Bundesländern untereinander ist es noch viel schlimmer (Saarland). Die Corona-App hat sich als nutzlos erwiesen, den Gesundheitsämtern fehlt es an Personal und Faxgeräten. Die Liste ließe sich weiter fortsetzen.

CORONA TAGEBUCH 108. TAG

9. April, 2021|

Auf einmal bekomme ich einen glücklichen Anruf nach dem anderen: „Stell dir vor! Ich habe einen Impftermin beim Hausarzt bekommen!“
Die Nachbarin im Haus und ihr kranker Mann, die beiden anderen ebenfalls sehr kranken Hausbewohner, meine 75Jährige Halbschwester, diverse Freundinnen. Jede und jeder verkündet die Neuigkeit so unendlich froh, als ob er im Lotto gewonnen hätte.

CORONA TAGEBUCH 108. TAG

2. April, 2021|

Ostern. Unsere Bundeskanzlerin fordert alle nachdrücklich auf, nur ja keine Familientreffen zu veranstalten. Ich weiß von Freunden, dass sich viele nicht daran halten. Und ich? Ich habe große Sehnsucht nach meinen Enkeln. Außerdem hat der Arzt, der mich geimpft hat, gesagt, ich hätte nach sieben Tagen einen Schutz von 80 Prozent. Was also tue ich? Am Samstag vor Ostern besuche ich meine Enkelinnen hier vor Ort, allerdings werden sie vorher von ihrer Mama getestet. Und am Ostermontag fahren wir nach Frankfurt. Auch dort werden die drei Kinder zuvor einem Test unterzogen. Alle fünf Kinder waren in den letzten Tagen nicht mehr in der Schule.
Ich kann nur hoffen, dass alles gut geht.

CORONA TAGEBUCH 107. TAG

28. März, 2021|

27.3. Ziemlich aufgeregt fahren wir nach Heidelberg. Heute bekommen wir unsere Erstimpfung. Ich bin um 14 Uhr dran, mein Mann um 19.25. Es ist kalt und regnerisch und ich hoffe, dass wir unsere Termine zusammenlegen können.
Die Patrick Henry Village war früher eine amerikanische Armeesiedlung, typisch mit gleichförmigen Mehrfamilienhäusern. Die Impfung findet in einer großen Halle statt, die in viele kleine Abteile abgeteilt ist, jede mit eigenem Internetzugang. Alles ist super organisiert.
Am Eingang frage ich, ob man die Impfung meines Mannes zeitlich vorziehen kann. „Kein Problem“, antwortet ein netter Bundeswehrsoldat. Weiter geht es zum Arzt, einem bärtigen, tätowierten jungen Mann. „Sie bekommen Biontech, das ist das beste Mittel. Damit haben sie schon in sieben Tagen einen Schutz von 80 Prozent.“
Wir strahlen ihn an. Dreißig Minuten nachdem wir das Gebäude betreten haben, sind wir wieder draußen. Ein Gefühl der unendlichen Erleichterung überkommt uns. Wir haben es geschafft! Uns kann das Virus nichts mehr anhaben.

CORONA TAGEBUCH 107. TAG

25. März, 2021|

Zwei Mütter aus Lörrach fahren mit ihren zwei Kindern die fünf Kilometer nach Weil am Rhein um ihre Kinder dort in der Grundschule anzumelden. Eines der Kinder war wohl infiziert, denn wenig später hatten beide Familien das Virus. Bei der einen Familie wohnen Oma und Opa in einer eigenen Wohnung im Haus. Jetzt liegt Oma krank zuhause, Opa im Krankenhaus auf der Intensivstation.
So ansteckend ist die Britische Mutation.

CORONA TAGEBUCH 107. TAG

23. März, 2021|

Es ist erst eine Woche her, seitdem die Viert- und Fünftklässler wieder zur Schule gehen. Dennoch schreibt die Oberbadische Zeitung am 22.3.: „Die Öffnung von Schulen und Kitas im Südwesten hat zu einem klaren Anstieg der Corona-Fallzahlen bei Kindern und Jugendlichen geführt. 20 Prozent aller Infektionen entfallen inzwischen auf diese Gruppe.“
Gut, dass wir uns bei den Enkeln abgemeldet haben.
Zum Glück haben wir den ersten Impftermin am 27.3.
Ab und zu gehe ich noch auf die Seite im Internet, wo man einen Termin ausmachen kann um zu schauen, ob ich vielleicht einen in der Nähe bekomme. Doch es ist aussichtslos. Seitdem das Mittel AstraZeneca ausgesetzt war, sind die Seiten gesperrt. Es gibt momentan absolut keine neuen Impftermine.

CORONA TAGEBUCH 106. TAG

10. März, 2021|

9.3.: Auf einmal überschlagen sich die Ereignisse. Eine Freundin ruft an und sagt, ab sofort könnten sich alle über 70 impfen lassen. Wieso weiß sie das und ich nicht? Kein Ton davon in den Nachrichten, nichts im Radio. Sie hat es über eine App erfahren. Ab 19 Uhr rufe ich rund um die Uhr die 116 117 an. Gegen 19.45 habe ich eine Frau am anderen Ende der Leitung. Ich sage, dass ich mich für eine Impfung im Kreis Lörrach anmelden möchte. Sie schaut nach. Da sei alles voll, vielleicht gäbe es in Waldshut einen Termin. Ich solle in der Warteschleife bleiben. 35 Minuten vergehen. Ich bin ganz sicher, dass die Verbindung irgendwann beendet wird. Doch nein, ein junger Mann meldet sich. In den nächsten 10 Minuten schlage ich einen Ort nach dem anderen vor: Baden-Baden, Ludwigsburg, Stuttgart, Altensteig… Alles negativ. Ich bewundere seine Geduld. Heidelberg?, meint er. „Ist mir egal“, sage ich. „Nur möglichst bald.“ Und dann der Satz: „In Heidelberg hätte ich einen Termin in 2 Wochen für Sie und ihren Mann!“ Wir fallen uns in die Arme und öffnen eine Flasche Sekt. Wie kann man sich so über einen Impftermin freuen! Doch, ja. Denn er ist lebensrettend.

CORONA TAGEBUCH 106. TAG

6. März, 2021|

Samstag. Markttag. Die Sonne scheint. Prompt ist es wieder voller als sonst. Vor uns gehen fünf Polizisten nebeneinander. Halten sie jeweils 1,5 Meter Abstand? Naja, eher nicht. Auf dem großen Platz bleiben sie stehen, scheinen unschlüssig, was sie als nächstes tun sollen. Dort an der Ecke macht ein Italiener das Geschäft seines Lebens. Er ist der einzige, der Kaffee ausschenken darf. Wie jeden Samstag reihen wir uns in die Warteschlange ein und holen uns einen Kaffee im Pappbecher. Damit stellen wir uns ein paar Meter neben den Ausschank in die Sonne. Die fünf Polizisten beobachten argwöhnisch die Menschen, die ihren Kaffee so wie wir im Stehen genießen. Kurz beratschlagen sie sich, dann geht jeder zu einem der kleinen Grüppchen. Zu uns sagt der Polizist: „Sie dürfen hier im Umkreis von 50 Metern nicht stehen.“ Aha. Das ist uns neu. Aber wenn er meint… Wir gehen zehn Schritte weiter. Dort dürfen wir bleiben.

CORONA TAGEBUCH 105. TAG

28. Februar, 2021|

Mein Mann und ich, wir überlegen jetzt ernsthaft, ob wir uns mit dem Mittel von AstraZeneca impfen lassen sollen. Es wird demnächst für alle Menschen freigegeben, die sich impfen lassen wollen. Bereits die erste Impfung schützt zu 94 Prozent. 5,4 Millionen Schweden wurden damit geimpft. Die WHO sagt, dass das Mittel auch für Menschen über 64 Jahren wirksam und sicher sei. Da sich alle Menschen nach etwa 9 Monaten erneut impfen lassen müssen, warum sollen wir jetzt nicht das Mittel nehmen, das verfügbar ist?

CORONA TAGEBUCH 105. TAG

23. Februar, 2021|

Ich bin mit dem Mittagessen fertig und lege mich kurz hin. Auf einmal klingelt es Sturm. Das kann eigentlich nur der Postbote sein. Ich reagiere nicht, der soll das Päckchen ganz einfach vor die Tür legen, so wie immer. Es klingelt erneut. Sollte das mein Sohn sein, der mich überraschen will? Gespannt stehe ich auf und gehe zur Gegensprechanlage, „Ja, bitte?“ „Hier ist die Polizei. Wir kommen zur Quarantäne-Kontrolle. Bitte öffnen Sie.“ Ich habe keine Ahnung, was das soll, aber ich drücke auf den Türöffner. Schließlich ist mit der Polizei nicht zu spaßen. „Sind Sie Frau T.?“ „Nein, ich bin Frau S. Mein Mann hat einen anderen Nachnamen als ich.“ „Wir suchen Frau Christina T.“ Zunächst denke ich an meine Schwiegertochter, die in der Nähe wohnt. Doch deren Name beginnt nicht mit T. Dann habe ich eine Idee. „Christina T.? Das ist die Tochter meines Mannes. Aber die wohnt nicht hier.“ Ich verstehe immer weniger. „Die ist aus der Schweiz ausgereist und hat diese Anschrift hier als Ziel angegeben“, erklärt der Polizist. „Da die Schweiz ein Risikogebiet ist, muss sie 14 Tage in Quarantäne.“ …

CORONA TAGEBUCH 104. TAG

8. Februar, 2021|

Habe heute mit zwei meiner Freundinnen telefoniert. Die eine klagt schon seit Wochen, sie würde die wegen Corona auferlegten Beschränkungen kaum noch aushalten. Bei der anderen war ich doch sehr überrascht. Es hörte sich schon fast depressiv an, als sie sagte, die Pandemie nähme ihr allmählich jegliche Lebensfreude. Die Tage vergingen trostlos und dass sie ihre Enkel nicht mehr sähe, könnte sie fast nicht mehr aushalten.

CORONA TAGEBUCH 98. TAG

28. November, 2020|

Bei meinem Sohn treten nun doch noch Spätfolgen auf. Er hustet und verspürt einen Druck auf der Lunge. Auch bei seiner Partnerin verschlimmern sich die Symptome wieder: Sie leidet an Kopfschmerzen und Augenbrennen. Hoffentlich gehören die beiden nicht zu denjenigen, die noch lange mit den Folgen der Krankheit zu tun haben. Bei uns in Lörrach ist ein 20-Jähriger gestorben. Er hatte als Pfleger gearbeitet und sich im Frühjahr mit Covid-19 infiziert. Die Sommermonate über fühlte er sich fit und gesund, deshalb begann er in Oktober wieder mit seinem geliebten Fußballspiel. Nach seinem letzten Match legte er sich abends in Bett und wachte nicht mehr auf. Vermutlich war der Herzmuskel noch entzündet!

CORONA TAGEBUCH 97. TAG

13. November, 2020|

Zwei Wochen nach Auftreten der ersten Symptome geht es meinem Sohn allmählich besser. Allerdings leidet er noch immer unter großer Müdigkeit. Deshalb ging er noch einmal zu seinem Arzt, bei dem täglich zwischen 13 und 14 Uhr eine Corona-Sprechstunde stattfindet. Dort treffen sich dann alle, die Corona schon überstanden haben und auch die, die vermuten, sich infiziert zu haben. Letztere infizieren sich im schlimmsten Fall erst im Wartezimmer.
Der 2. Abstrich bringt eine Überraschung: 15 Tage nach Auftreten der ersten Symptome ist mein Sohn noch immer positiv. Sein Hausarzt will ihn daraufhin noch eine Woche krankschreiben, doch am gleichen Tag ruft das Gesundheitsamt an und man teilt ihm mit, er dürfe wieder unterrichten, er sei nicht mehr ansteckend. Ist das nicht verrückt?

CORONA TAGEBUCH 96. Tag

2. November, 2020|

Am 30. kommt das Virus noch näher. Mein Sohn hatte an einem Probewochenende seines Chors in Zürich teilgenommen. Einer der Teilnehmer ist danach positiv getestet worden. Er hat es sofort allen anderen gemeldet. Etwa 35 Leute müssen sich jetzt testen lassen, 9 sind schon positiv. Sollte mein Sohn das Virus haben, sind wir im schlimmsten Fall ebenfalls infiziert.
Sonntag, 1.11. Mein Sohn ruft an. Soeben hat er aus dem Internet erfahren, dass er positiv auf das Virus getestet wurde! An Symptomen verspürt er außer Augenbrennen und Müdigkeit nichts.
Wir hatten uns vor drei, bzw. vier Tagen getroffen, und zwar lang und nah. Jetzt müssen sowohl ich als auch mein Mann morgen zum Test gehen.
Ab jetzt kann man nur noch hoffen!!

CORONA TAGEBUCH 75. TAG

18. Juni, 2020|

Corona bringt auch wunderschöne Dinge mit sich. Wo gab es das denn schon einmal? Ein 1:1 Concert? Da es zurzeit keine großen Konzerte geben kann, hat das SWR-Symphonieorchester beschlossen, sich aufzuteilen. Übers Internet konnte ich eine Karte für dieses ungewöhnliche Konzert in Kandern ergattern. Kurz vor 19.45 kam ich bei einem wunderschön gelegenen, großen Privathaus an. Die Besitzer begrüßten mich herzlich und drückten mir einen Zettel mit Verhaltensregeln in die Hand. Wenig später wurde ich in den „Konzertsaal“ geleitet, dem Wohnzimmer der Familie. Heute sei eine Cellistin hier, gestern sei es eine Harfenistin gewesen, hatte mir der Mann schon im Vorfeld gesagt. Wunderbar! Ich liebe den Klang von Cellos. Wie zuvor erklärt, schaute mich die Musikerin etwa eine Minute lang stumm an, bevor sie mit dem Spiel begann. 10 Minuten durfte nur ich alleine einer wunderbaren Musik lauschen. Ein einmaliges Erlebnis!

CORONA TAGEBUCH 50. TAG

8. Mai, 2020|

Heute ist der 50. Tag, an dem ich dieses Tagebuch führe. Viel ist seither geschehen.

Als ich am 20.3. mit dem Schreiben begann, war ich über die 18 000 Infizierten weltweit schockiert. Heute sind es weltweit über 3,7 Millionen Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben.

Damals gab es etwa 26 000 Tote weltweit. Bis heute sind über 260 000 Erkrankte gestorben, in 50 Tagen hat sich die Zahl verzehnfacht!

In Deutschland gab es damals 304 Tote, heute sind es mehr als 7 200 Todesopfer! Die rasante Entwicklung dieser Pandemie hat uns alle von Anfang an in Alarmbereitschaft versetzt. Es war gut, dass unsere Regierung so schnell einen Shutdown beschlossen hat, auch wenn es uns – speziell mir – teilweise recht schwer fiel, sich daran zu halten.

Nun beginnen wir mit den Lockerungen. Wir wollen endlich wieder zurück zu einem normalen Leben. Viele Länder weltweit haben ebenfalls damit begonnen, die Einschränkungen zur Bekämpfung von Covid-19 schrittweise wieder zu lockern.

Doch kann es ein normales Leben in nächster Zukunft geben?

Nicht, solange es keinen wirklich guten Impfstoff gibt, kein wirklich gutes Medikament, ohne schlimme Nebenwirkungen.

Vermutlich werden wir noch ein bis zwei Jahre mit Einschränkungen leben müssen. Im schlimmsten Fall müssen die jetzigen Lockerungen wieder zurückgenommen werden.

Ich bin froh und erleichtert, dass wir bisher niemanden in unserem Freundes- und Bekanntenkreis durch das Virus verloren haben.

Bleibt zu hoffen, dass wir die nächste Welle auch einigermaßen gut überstehen.

Ich werde hiermit meine täglichen Eintragungen beenden, schreibe aber in unregelmäßigen Abständen weiter. Mein Coronateagebuch ist ab kommender Woche als ebook bei Amazon erhältlich.

CORONA TAGEBUCH 12.TAG

31. März, 2020|

Vor 10 Tagen habe ich begonnen ein Coronatagebuch zu schreiben. Darin steht, wie sich die Pandemie von Tag zu Tag entwickelt und welche Situationen ich selbst erlebe oder von anderen höre. Dieses Tagebuch wird nach 100 Tagen als Ebook bei amazon erscheinen. Damit ihr nicht so lange warten müsst, werde ich von jetzt an täglich Auszüge aus dem Buch veröffentlichen.

31.3.2020: Ich bin gerade richtig stolz. Habe mir nach einer Anleitung aus dem Internet eine Maske genäht, nach einer Vorlage von BURDA. Außen habe ich eine alte Serviette verwendet, innen ist ein zerschnittener Staubsaugerbeutel. Das ist laut einer Studie das zweitbeste nach den üblichen OP Masken. Weil ich so zufrieden mit dem Ergebnis war, habe ich gleich ein Foto an einige Freunde geschickt. Das Ergebnis war, dass mich die Frau aus unserem Haus, die über uns wohnt, gebeten hat, ich möge ihr doch BITTE auch so eine Maske nähen. Das habe ich gerade abgeschlossen. Hier mal ein Foto:


„RITAS WEG“ JETZT AUCH ALS BUCH ERHÄLTLICH

23. März, 2019|

Mein neuer Roman „Ritas Weg“ ist erschienen!

Bestellung jederzeit möglich unter „Kontakt“

Preis: 16,00 Euro plus 1 Euro Versand

oder im Buchhandel:

ISBN 0013966324

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